Sonntag, 27. Dezember 2015

Der Mephisto Senator Bug

Nachdem Saitek 1994 Hegener + Glaser mit seiner Marke Mephisto übernommen hatte, wurde es ruhig um die modulare Baureihe. Erst 1998 sollte ein letzter Kraftakt zwei Nachfolger generieren: den Mephisto Magellan und den Mephisto Senator.

Aus Kostengründen verwendete man identische Platinen und Bausteine für beide Module, heißt Prozessor, ROM, RAM, Takt und sogar das Programm waren identisch. Worin lag also der Unterschied? Ganz einfach, die Aufschrift "Hash Tables" am Magellan verrät es. Dieser wurde zusätzlich mit einem 512 KB-Chip ausgestattet, für ein verbessertes Mittel- und Endspiel.

So weit, so gut, wäre da nicht eine ELO Differenz von 111 Punkten in der Aktivschach Elo Liste bei Schachcomputer.info, was ordentlich ist. Ein Wettkampf Leonardo Maestro B Turbo Kit 18MHz - Mephisto Senator öffnete mir sodann die Augen. Zwei Mal spielte der Senator ein Dauerschach aus, obwohl der Stellungsvorteil eindeutig war. Wie konnte das passieren?

Es folgt 66.Td2+?
Hier eine der beiden Partien nach 65...Kd6. Es folgt 66.Td2+? Ke7 67.Te2+? Kd6 68.Td2+?? Ke7 remis, trotz Vorteil eines Läufers und einem Freibauern auf D7.

Eine weitere Partie Mephisto Senator-Mephisto Risc 1MB wurde gespielt von Dirk:

1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bc4 Bc5 4. c3 Nf6 5. d3 d6 6. b4 Bb6 7. a4 a5 8. b5 Ne7 9. Qb3 O-O 10. Nbd2 Ng6 11. O-O Nf4 12. d4 exd4 13. cxd4 d5 14. exd5 Re8 15. d6 Be6 16. dxc7 Qxc7 17. Bb2 Rac8 18. Bxe6 Ne2+ 19. Kh1 Rxe6 20. d5 Re7 21. Bxf6 gxf6 22. Rad1 Kh8 23. Nb1 Qd6 24. Rd2 Rce8 25. Na3 Bc5 26. Nc4 Qd8 27. d6 Rd7 28. Re1 Nd4 29. Rxe8+ Qxe8 30. Qb2 Nxf3 31. Qxf6+ Kg8 32. gxf3 Qe1+ 33. Kg2 Qe6 34. Qxe6 fxe6 35. Rd3 b6 36. Kg3 Kg7 37. Rd2 Kf6 38. Kf4 Bb4 39. Rd3 Bc5 40. Ke4 h6 41. h3 h5 42. Rd2 Kg7 43. Ke5 Kf7 44. f4 Rd8 45. f5 exf5 46. Kxf5 Bb4 47. Rd3 Bc5 48. f4 Kf8 49. Kg5 Kg7 50. d7 h4 51. Kxh4 Kf6 52. Kg4 Rg8+ 53. Kf3 Rd8 54. Ke4 Ke6 55. Ne5 Kf6 56. Ng4+ Ke7 57. Ne5 Kf6 58. Ng4+ Ke7 59. Ne5 Kf6 1/2-1/2

Es war also klar, hier liegt was im Argen!

Vergleiche mit dem Magellan zeigten: Dieser spielt die Partien korrekt weiter zum Gewinn. Wahrscheinlich werden Stellungswiederholungen und deren Bewertungen in den Hash Tables gespeichert und geben dem Magellan in der Berechnung die richtige Information, während dies beim Senator fehlt. In der Endprüfung bei der Herstellung der Module war dies anscheinend nicht aufgefallen.

Senator-Platine
Magellan-Platine
Für Senator-Besitzer gibt es somit zwei Möglichkeiten:

1. Mit diesem Fehler leben!
2. Nachträglich einen 512K Hash Table Chip einlöten und den Senator zum Magellan upgraden.


Samstag, 12. Dezember 2015

Fidelity Chess Challenger 1: Er kann es doch!

Die Unbeholfenheit des Fidelity CC1 im U1300 ELO Turnier hat mir keine Ruhe gelassen. Mehrfach stand er kurz vor dem Sieg - sprich: dem Matt - doch er zeigte sich unfähig in der Umsetzung oder weigerte sich teilweise sogar weitere Züge auszuspielen. Also blieb mir nur der Selbstversuch nach dem Prinzip: Alles zum Fraß vorwerfen und dabei keine Bauernumwandlung zuzulassen, denn auch diese beherrscht der CC1 nicht. Hier die Partie:

27...Sf2-h3#
Fluppio - Fidelity Chess Challenger 1 [C33]
Matt Test, 2015

1.e4 e5 2.f4 exf4 3.g3 g5 4.d4 Ld6 5.Lxf4 gxf4 6.Sc3 fxg3 7.Dh5 Sf6 8.Lc4 Sxh5 9.hxg3 Sxg3 10.Txh7 Txh7 11.Kf2 Df6+ 12.Sf3 Th5 13.Th1 Sxh1+ 14.Kg2 Dg6+ 15.Sg5 Dxg5+ 16.Kf3 Df6+ 17.Ke2 Dxd4 18.Lxf7+ Kxf7 19.e5 Txe5+ 20.Kf3 Tf5+ 21.Kg2 Sf2 22.Se4 Dxe4+ 23.Kg1 Dxc2 24.Kf1 Dxb2 25.Kg1 Dxa2 26.Kg2 Dd5+ 27.Kg1 Sh3# 0–1

Nach 27 Zügen setzt der CC1 mich matt. Er kann es also doch! Aber wohl eher zufällig;-)

Dienstag, 1. Dezember 2015

Deep Depp - U1300 ELO-Turnier

Lange geplant und immer wieder verschoben. Einerseits weil erst ein geeignetes Teilnehmerfeld mit vielen Oldies aus den 70ern und frühen 80er Jahren am Start sein sollte, andererseits lässt die schachliche Qualität den Bediener mitunter stark leiden.

Aber Anfang September fiel der Startschuss. 24 Schachcomputer zwischen ELO 700-1305, darunter einige von denen nur ganz wenige Partien je veröffentlicht wurden wie vom Vtech Chess Master. Die Bedenkzeit sollte sich am Aktivschach orientieren mit ca. 30 Sek/Zug, doch alleine geeignete Spielstufen zu finden stellte sich bei einigen der Oldies als schwierig heraus. Hier war manchmal nur eine Annäherung möglich oder es gab sowieso nur 1 Level wie beim Fidelity Chess Challenger 1, der außerdem nur mit den schwarzen Spielfiguren spielte. Auch die Eingabe von Spezialzügen wie Rochade und en Passant ließ mich des Öfteren die Bedienungsanleitung bemühen.

Soweit die Vorbereitungen; nun zu den Partien. Wenn man sich mit diesen Sch(w)achcomputern beschäftigt, kommen allerhand Kuriositäten zu Tage. Viele besitzen keine Eröffnungsbibliothek, Conic Computer Chess spielt zB nur 1.d4. Gewonnen ist eigentlich erst wenn Matt, ansonsten kann immer auch die andere Seite Matt setzen. Zwei besonders nette Beispiele gefällig?


statt 16.g3 kommt Kf1??

 
Novag Super System III (1101) - Fidelity CC Voice (1164) [D00]
Deep Depp (8), 2015
1.d4 d5 2.Sc3 Sf6 3.Lf4 Sc6 CC Voice Adv. spielt hier Lf5 4.Sb5 e5 5.dxe5 Se4 6.Dd3 [6.Dxd5 Dxd5 7.Sxc7+ Kd8 8.Sxd5+-] 6...Lf5 7.f3 Sg3 8.e4 Sb4 9.Dc3 Sxc2+ 10.Dxc2 Lb4+ 11.Sc3 Sxh1 12.Da4+ Ld7 13.Dxb4 dxe4 14.Dxe4 Lc6 15.Lb5 Dh4+ 16.Kf1 [16.g3 Dxh2 17.Lxc6+ Kf8 18.0–0–0] 16...Df2# eine der kuriosesten Partien aus dem Turnier 0–1


In dieser Stellung hätte der Fidelity CC3 seinen "Bruder" CC 10c zweizügig Matt setzen können. Stattdessen verliert er noch.

45...Dxd4+ [45...Txd4+ 46.Kc3 Dd3#] 46.Kb3 Txf3+ 47.Ka4 Dxe4 48.Tbc2 Tff7 49.Te5 Da8+ 50.Kb3 Tf3+ 51.Tc3 Tdd3 52.Te8+ Kb7 53.Dxc7+ Ka6 54.Txa8+ Kb5 55.Dc6# Äußerst glücklich für den CC10c. Die Partie war schon verloren. 1-0





Woran ich mich während des Turniers gewöhnte waren die vielen Remis durch Stellungswiederholung, da die meisten Kontrahenten keine Remisregeln einprogrammiert hatten. So kann es oft zu plötzlichen Remisvereinbarungen, die Schnellste bereits nach 15 Zügen im Stile der Großmeister.


Fidelity CC Voice (1164) - CXG Sphinx Chess Card (929) [A34]
Deep Depp (5), 2015
1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 c5 4.Sf3 cxd4 5.Dxd4 Sc6 6.Dd3 Sb4 7.Dd2 Le7 8.a3 Sc6 9.Dg5 0–0 10.Lf4 h6 11.Dg3 Sh5 12.Dg4 Sf6 13.Dg3 Sh5 14.Dg4 Sf6 15.Dg3 ½–½

Im Turnierverlauf zeigte sich recht bald wer ein halbwegs akzeptables Schach aufs Spielbrett (oder Display) bringen konnte, und wem es überhaupt nicht gelang Matt zu setzen. Zu Letzteren zählte leider auch der Fidelity CC1. Mehrfach hatte er den Gewinn vor Augen, jedoch ohne Erfolg. Manches Mal hatte ich den Eindruck er "weigert sich zu gewinnen" wie in der nachfolgenden Partie:

Tryom CC-700 (750) - Fidelity Chess Challenger 1 (852) [D20]

Deep Depp (6), 2015


1.d4 d5 2.c4 dxc4 3.e3 b5 4.Sf3 Lb7 5.De2 Lxf3 6.gxf3 e6 7.Sc3 a6 8.Ld2 Dg5 9.Tb1 Sd7 10.a3 0–0–0 11.Tc1 Sb6 12.Dd1 b4 13.axb4 Lxb4 14.Se4 Db5 15.Lxb4 Dxb4+ 16.Dd2 Db5 17.Lxc4 Sxc4 18.De2 Sxb2 19.Tc2 Sd3+ 20.Kd2 Sb4 21.Dxb5 axb5 22.Tc3 f5 23.Sg3 Sa2 24.Tc5 b4 25.Ta1 b3 26.Tc4 Sf6 27.Ke2 g5 28.h3 f4 29.exf4 gxf4 30.Sf1 Kb7 31.d5 Sxd5 32.Td1 Sac3+ 33.Ke1 Sxd1 34.Sd2 Sb2 35.Td4 e5 36.Te4 Sd3+ 37.Kf1 b2 38.Sb1 Sf6 39.Te2 Kc6 40.Td2 e4 41.fxe4 Sxe4 42.Td1 Sexf2 43.Td2 Sxh3 44.Sa3 The8 45.Sb1 Te1+ 46.Kg2 und in dieser Stellung weigert sich der Fidelity CC1 weitere Züge zu spielen. Ich habe mir die Mühe gemacht und die gesamte Partie nachgespielt, mit dem selben Ergebnis: Der CC1 spielt hier nicht weiter, obwohl er kurz davor ist Matt zu setzen. Die Partie wird als Remis gewertet.[46.Kg2 Tg8+ 47.Kxh3 Th1+ 48.Th2 Sf2+ 49.Kh4 Txh2#] ½–½
 
Bis zur letzten Runde waren die vorderen Plätze stark umkämpft, und fast hätte sich der Mattel Computer Chess mit einer 4er-Siegesserie - der 5te Sieg blieb ihm knapp verwehrt - unter die ersten fünf gespielt. So wurde es nur der undankbare 8. Platz.

Wichtig waren die Platzierungen von 1-6, denn diese berechtigten zum Aufstieg in das nächstfolgende Turnier.

Ein Großteil der Partien sind auch im Thread auf Schachcomputer.info, sowie etwas reduzierter auf Hiarcs.net, veröffentlicht. Hier die Links:

Deep Depp U1300 - schachcomputer.info
Deep Depp U1300 - Hiarcs.net

Verdienter Turniersieger wurde am Ende der SciSys Concord II, überraschend gefolgt vom Zweiten, dem Fidelity Chess Challenger 10b, und dem SciSys Sensor Chess.

SciSys Concord II
Die Abschlusstabelle nach 9 Runden Schweizer System:

 
Player
Rtng
Score
Bhlz
+
=
-
Perf
+/-
1
SciSys Concord II
1300*
7,0
47,0
6
2
1
1361
ELO neu
2
Fidelity CC 10 B
1175
6,5
48,0
6
1
2
1329
+39
3
SciSys Sensor Chess
1250*
6,5
46,5
6
1
2
 1319
ELO neu
4
Fidelity CC Voice Adv.
1164*
6,0
48,0
5
2
2
1272
ELO neu
5
SciSys Sensor
Hypermodern
1300*
6,0
44,0
5
2
2
1266
ELO neu
6
Chess Master Diamond
1147
5,5
48,5
4
3
2
1248
+26
7
Mephisto Junior (Tasten)
1244
5,5
45,5
5
1
3
1193
- 8
8
Mattel ComputerChess
1100*
5,5
41,0
4
3
2
1181
ELO neu
9
Mephisto Supermini
1305
5,5
40,0
4
3
2
1167
-27
10
SciSys Senator Chess
1157
5,0
45,0
5
0
4
1174
+ 7
11
Intelligent Chess
1192
5,0
37,0
4
2
3
1048
-29
12
Fidelity Sensory Voice
1186
4,5
43,5
3
3
3
1141
-10
13
Fidelity CC 10 C
1125
4,5
38,5
4
1
4
1066
-11
14
Novag Solo
 
951
4,0
46,5
4
0
5
1138
+39
15
Fidelity CC Voice
1164
4,0
40,5
3
2
4
1046
-27
16
Novag Super System III
1101
4,0
38,5
3
2
4
 1039
-13
17
Conic ComputerChess
1100*
4,0
38,0
2
4
3
995
ELO neu
18
Chafitz BORIS
 
979
4,0
32,5
3
2
4
957
- 7
19
CXG Sphinx Chess Card
929
3,5
38,0
2
3
4
986
+ 8
20
Fidelity CC 3
 
865
3,0
33,0
2
2
5
898
+ 1
21
TEC Schachcomputer
797
3,0
33,0
2
2
5
873
+10
22
Vtech Chess Master
900*
2,0
34,5
1
2
6
765
ELO neu
23
Fidelity CC 1
 
852
2,0
34,0
0
4
5
792
-18
24
Tryom CC-700
 
790*
1,5
30,5
0
3
6
674
ELO neu

* ELO geschätzt
Tryom CC-700

Die Fortschrittstabelle sieht so aus:

Progressionstabelle nach Runde 9

1 SciSys Concord II 1 2 1 1 1 1 1 2 1

2 Fidelity CC 10b 4 3 6 7 3 2 2 1 2

3 SciSys Sensor Chess 2 5 3 2 5 3 5 3 3

4 Fidelity CC Voice Adv. 5 4 7 5 4 4 3 4 4

5 SciSys Sensor Hypermodern 10 15 13 16 13 9 6 6 5

6 Chessmaster Diamond 8 12 8 6 7 5 4 8 6

7 Mephisto Junior 11 7 4 9 12 8 7 5 7

8 Mattel Computer Chess 14 10 16 20 17 15 12 7 8

9 Mephisto Supermini 16 21 15 11 9 7 9 9 9

10 SciSys Senator Chess 7 1 2 4 2 6 8 12 10

11 Intelligent Chess 12 13 18 13 10 14 15 14 11

12 Fidelity Sensory Voice 3 11 17 12 11 12 11 10 12

13 Fidelity CC 10c 13 8 11 15 20 16 13 11 13

14 Novag Solo 9 9 5 3 6 10 10 13 14

15 Fidelity CC Voice 6 6 10 14 16 19 17 15 15

16 Novag Super System 3 17 19 12 10 14 13 16 17 16

17 Conic Computer Chess 18 14 9 8 8 11 14 16 17

18 Chafitz BORIS 19 20 14 17 19 18 19 19 18

19 CXG Sphinx Chesscard 15 16 19 19 18 20 18 18 19

20 Fidelity CC 3 20 22 23 18 15 17 20 21 20

21 TEC Schachcomputer 23 24 22 24 21 21 21 20 21

22 VTech Chess Master 22 17 24 22 23 23 23 22 22

23 Fidelity CC 1 21 23 20 21 22 22 22 23 23

24 Tryom CC700 24 18 21 23 24 24 24 24 24





 

Mittwoch, 4. November 2015

Ossi mit Komfort & Charme

Die Liste der im ehemaligen Ostblock produzierten Schachcomputer ist kurz, meist handelte es sich um Klone von West-Schachcomputern. Eine sehr gute Übersicht hiedrzu findet man auf der Webpage von Chess Computer UK im Bereich Soviet Bloc.

Einer der wenigen eigenständig programmierten Schachcomputer war der Chess-Master Diamond von der VEB Mikroelektronik "Karl Marx" Erfurt aus dem Jahr 1987. Wie der englische Modellname bereits andeutet, wurde dieser in erster Linie für den Export produziert. Mit 2000 Ost-Mark war er für die meisten Bürger der DDR auch zu teuer, in West-Mark gerechnet mit 500 DM recht günstig. Vor allem wenn man bedenkt, dass man für diesen Preis ein hochwertig ausgestattetes Sensorbrett aus Holz mit 64 Feld Dioden (+ Abdeckkappen!) erhielt. Die Bedientasten hatten einen guten Druckpunkt und das Display mit seinen grünen Segmenten war besser als die Konkurrenz von Fidelity aus den USA, da wesentlich mehr Details in den Segmenten dargestellt wurden. Die beiden zusätzlich erhältlichen Module - das "PM10 Opening" und "PM11 Ending" - rundeten die Produktpalette für den CM Diamond ab. Der Clou waren aber die starken Magneten in den Figuren, die ganz schnell ineinanderklaubten. Es gab schon den Vorschlag diese im Bedarfsfall als Garderobenhaken zu nutzen.


Die vielen Einstellungsoptionen tragen ebenfalls zum
Komfort des CM Diamond bei. So kann man das Programm mittels DEEP-Befehl auf Brute-Force-Suche umstellen, was allerdings die Bedenkzeiten rapide ausufern lässt. Neben den Standard-Leveln gibt es einen sehr rigiden MATCH-Modus, in dem keine Hilfsmittel wie Zugrücknahme oder Infoanzeigen möglich sind. Also ein echter Turniermodus! Leider funktioniert der Modulwechsel in diesem Modus nicht. Wer es mag darf dann zur Abwechslung alle vier verschiedenen Anzeigevarianten der Notation ausprobieren. Neben der algebraischen und figurinen Schreibweise, beherrscht der CM Diamond auch die Fernschachnotation sowie den mir gänzlich unbekannten Udemann-Code.

Fazit: Es macht Spaß mit diesem Oldie aus der DDR zu spielen, auch wenn die Spielstärke allenfalls Anfängern Probleme bereiten dürfte.